Artikel 23
Articulus XXIII
<Summarium> Von gerade vnde waz czu der gerade gehorit.
<Textus>
[23 § 1] Wolt1 ir horen vnde vornemen, waz zcu der gerade gehorit. Do gehoren zcu alle wipliche
cleidere, vnde gesnyttene tuchere, wullen vnde lynen, daz frouwen phlegen zcu tragen,
vnde yn iren weren zcu haben, vnde alles golt vnde silber, daz do geworcht ist zcu
frouwen geczirde, alle vorspan vnde vyngerlyn, beslagene gortil, vnde syde geworcht,
armgolt, vnde vmmehenge, sperlachen vnde linlachen vnde badelachen, vnde vorhenge,
bette, phole, kussen, tischlachen, phannen, die man vz mitet, vnde eynen waschkessil,
lien vnde flachz, garn, roe vnde gesoten, buchere, die dy frouwen sollen lesen, gense,
enten, schaff, dy vor dem hirten ghen1.
[23 § 2] Waz aber ir man eyn cramer, zo daz er veilen kouff hatte, alzo schalunen, tepte,
daz mag die wittwe nicht behalden, wenne alzo uil, alzo zcu irem kammer gewande gehoret,
/B 87r ader zcum hochsten iczlichz drie stucke.
[23 § 3] Waz er aber eyn gastgebe, so daz er uil bette hatte yn der gastkamere, sy mag dorane
nicht mer behalden, wenne alzo hieuor gesprochen ist.
[23 § 4] Stirbt2 eynem manne sien wip, ire nehiste nyftile nympt die gerade. Die sal dem manne sien
bette berichten, alzo is stunt, do syn wip lebete, vnde sine bangk mit eynem phole,
vnde sinen tisch mit eynem tischlachen, vnde eyn hanttuch, vnde sinen stul mit eynem
kussin2. Dy nehist gespinne nympt kein musteil.
Glosa
Also ir gehort habt vmme die lipgeczucht, vnde waz man zcu lipczucht geben sal.
[23 § 4] Nu wolle<n> wir widir griffen an daz recht, vnde wollen enwenig seczen von der gerade.
Gerade ist anders nicht, wenne daz in eins mannes husz gehoret gemeniglichin, vnde
douon dem hergewete gehort; vnde daz mag nymant nemen wenne die nehiste nyftil, die der frouwen ader der iungfrauwen czugehorit von wibis halben; vnde daz heisze<n>
wir die nehiste gespynne. Glichir wise alzo der nehiste mage mans halben heist eyn swertmage, vnde der heist
angnatus in deme Latin, ut Instituta de legittima agnatorum tutela § sunt autem angnati3, alzo ist disse gespynne genant durch ires ammechtis wille. Wenne den frouwen ist angeboren spynnen, vnde
durch des spynnens wille so hat das recht den wibern vnde allen von /B 87v wibis halben den namen gegeben, vnde heist dy nehiste gespynne, vnde ist yn dem Latin congnata genant. Jst ouch daz eyn man, der mir von muter wegen
mage ist, den heisze<n> wir ouch congnatum, ut Institu. de legittima agnatorum tutela
§ ac qui per feminam4. Vnde darumme: Wer dy gerade nemen sal, der sal von spynnehalben darczu geboren sien,
alzo vor gesprochen ist. Wenne alle, die sich gliche zcu der sippe gestuppen mogen,
die nemen gliche erbe in der mageschaft, js sy wip ader man, sy sin ioch von vater
ader von muter, ut Institu. ad senatus consultum Tertulianum § sed nos constitucione5.
[23 § 1] Nu moget ir wol vornemen, wy uil sy gliche nemen. Nemen sie von swerthalbin das
hergewete, so nemen sie von wiphalben die gerade; vnde darumme spricht er hie in deme
texte: Wolt ir horen. Recht ab er sprechen solde: Last uch daz nicht gar zere ergern, daz ghene daz hergewete
nemen. Jr abir nemet alzo vil mit der gerade. Wenne dorczu gehorit wipliche cleidere, vnde gesnyttena tuchere, lynen vnde wollen. Disz ist zcu uornemen, daz zcu der frouwen libe gehorit; hette sie abir solliche
narunge gehabt by irem manne, so das sie is vorkoufte, ader veilen kouff doran hette,
so gehorit daz zcu dem erbe, ane so uil, was sy zcu irer notdorft hette gemacht, ader
wolde lassin machin, vnde dorczu solde gemacht werden; vnde sunderlich, daz die frouwe
in irer gewere hette.
[23 § 4] Ab eynes mannes wip sturbe, vnde ire nyftile qweme zcuhant, also die frauwe tot
were, vnde wolde die gerade nemen; der man wolde sy ir nicht geben, vnde spreiche
lichte: "Wolt ir iczund die gerade haben, nw ist myn wib nerlich kalt wurden, wenne
die czit komt, sy w(er)t <uchb> wol, wenne ich were mich des rechten nicht"; die frauwe lude en zcu dinge vnde stelte
ire clage; der man spreiche: "Des rechten welde ich mich vngerne /B 88r weren, wen sy qwam vnde wolde die gerade habin, dy wyle myn wip obir der erden waz";
sy spreiche lichte: Sy were begrabin gewest, vnde er hette sich des wider recht geweret,
also er do steit vnde bekennet, vnde her sy noch an dem iren hindert, ab er sy nu
ir icht billich solle lassin volgin; her spreiche: "Wider eyn recht secze ich mich
nicht, vnde wolde mich vngerne do wedir seczin, vnde bitte in eynem rechten orteil
zcu irfaren, ab ich vor dem driszigisten ir icht phlichtig bin zcu geben von rechtis
wegen, ad(er) was darumme recht sy?"
Nota. Sturbe ymande an gerade ader hergewete, wie wol is an en irstorben ist zcuhant,
also er tot ist, is sy wip ader man, vor dem driszigisten ist er aber nicht phlichtig
von em zcu antwerten von rechtis wegen, <ut> ss li. iii ar. xv ap czwene vff eyn guth6.
Jrc sollit wissin: Qweme abir ymand, den eyne gerade anirstorben were, mit dem richtere
vnde mit dem froneboten, vnde vorderte die gerade zcu bewisen mit richtere vnde mit
schepphen, vnde wegerte er denne daz zcu thune, noch welde die slussile nicht von
em reichend, die zcu der frouwen casten gehorten, er mus darumme wetten, vnde der frouwen vorbuszin.
So mag sy en vor dem driszigisten beclagin vmme die gerade; er muste sy vzgeben, ut
ss li. iii ar. xv ap czwene ver. supra7.
Jr sollit wissin: Wem so eyne gerade anirstorbe, also eyn wip, die sal mit eynem vorsprechen
komen vor eyn geheget ding, vnde sal an ir wort komen, als recht ist. Wen das geschit,
so spreche der vorspreche: "Hie steit frauwe B., vnde ich an irem worte, vnde spricht
gar bescheidenlich, das sie habe gehabt eyne eldermuter, ader eyne muter, adir ire
mutir swester, ader eyne swester, ader eyne nifftil, ader wy is ir anirstorben ist
von spynnel halben, die ir schedelichin abe irstorbin ist von todis craft, die hat
eyne gerade gelassin, zcu der wil sy sich czihen, wy sy zcu rechte /B 88v sal, vnde bittit yn eynem rechten zcu irfaren, wie sy sich dorczu czihn sal, daz
is ire hulfflich sy zcu irem rechte?" So vint man ir zcu rechte: Selb dritte der nehisten
mogin. Wenne sie das getut, so spreche der vorspreche: "Eynen P. hat fraw B. zcu dinge
geladen; vraget, her richter, ab er zcu dinge geladen ist?" So spricht der richter
zcu dem boten: "Hastu en zcu dinge geladen" et cetera? So spreche der vorspreche:
"Were er hir, jch hette enwenig zcu em zcu sprechen." Jst er aber do nicht, so mus
er eynwenig beiten des gemeinen orteils. Kommet er nicht, alz das gemeine orteil ist
geteilt, so spreche der vorspreche: "Eynen P. hatte frouwe B. zcu dinge geladen, der
nicht gestanden ist, vnde daz gemeine orteil geteilt ist; wolt ir horen, worumme en
dy frouwe geladen hette?" So spricht der richter: "Sage dar." "Is ist vmme gerade,
dy sy an irstorben ist von irer swester, ader von weme daz ist, were er hir, sy welde
ire clage keigem em stellen, ab is anders nicht gesien mochte, vnde bitte, daz ir
en lassit heisschen." Daz tut man. Der bote sal en heisschen mit dissen worten: "P.,
antwerte zcu frouwen B. clage; czum ersten male, zcum and(er)n mole, zcum dritten
mole, zcum virden mole obir recht." So spreche der vorspreche: "Wes bescheidit ir
nu der frouwen?" So spricht der richter: "Lat en yn zcum and(er)n mole." Czum andern
dinge so spreche der vorspreche: "P., den hatte frouwe B. geladen, der stund nicht
daz erste ding, des sie sich zcuht an der stat buch. Alzo disz denne nu daz andere
ding ist, waz bescheit ir or nu dorumme?" Czum dritten dinge thu er ouch alzo. Wenne
daz dritte ding geschit, vnde gesteht er nicht, so teilt man em helffrede. Brengit
er der nicht zcum nehisten dinge, so spreche der vorspreche: "Frauwe B. hatte eynen
P. zcu dinge geladen, der gestund nicht. Do vorluterte sy, worumme sy en hette zcu
dinge geladen, vnde vorlutworte eyne gerade, dy /B 89r wol x schog wert ist; dy hette er ynne, vnde hilde ir dy vor wider got vnde wider das recht,
das sy sich czuht an der stat buch; vnde er ouch zcu der andere<n> clage vnde zcu
der dritten nicht gestanden ist, der geladen vnde geheischt ist, vnde uff den sy ire
clage uoruolget hot nach orteil vnde nach rechte; vnde em helffrede geteilt ist, der
die frouwe wartende ist, vnde ich an irem worte, wazf bescheidit ir or nu?" So spreche der richter: "Beite des gemeinen ortels." Als man
daz geteilt hat, vnde er nicht gesteit, so spreche der vorspreche: "Nach dem mole
daz daz gemeine orteil geteilt ist, vnde die helffrede, vnde er der nicht gebracht
hotg, vnde das sien virde tag obir recht ist, des sich die frauwe czuht an die gewissin;
nu bittit frouwe Barbara yn eynem rechten orteile zcu irfaren, vnde ich in irem worte,
ab sy nu icht ir recht uff P. irstanden hat nach der vorderunge von rechtis wegen,
adir waz darumme recht sy?" So vint man, sie habe ir recht irstanden nach irer clage
uff alle daz recht, daz recht ist. So vrage der vorspreche vort: Nach demmale daz
er sy gehindert habe, ab sy icht zo maniche busse irstanden habe uff en, alzo manichen
dingtag er nicht gestanden ist? So vint man ir: <Sieh> habe. So vrage er vorth, ab man sie icht irer gerade geweldigen solle, vnde phandis
vmme ire busse helffin? So vint man: Man thu is billich. So vrage er vort, ab sie
ir nicht gancz vnde gar wurde, ader vunde<n> nach der schepphen irkentnusze, was er
darumme voruallen were, busse vnde gewette? So vint man: Des selbien, das man do vormist,
in den virczintagen zcu gestellen, ab er is nicht wedirredin konde. Also ist is vmme
andere alle sachen, die man vordirt vmme guth, daz man io eynem zcu der dritten clagen
zcu eynem gute wist uff alles daz recht, das recht ist, <ut> ss li. i ar. lxx hat eyn man geclaget et cetera8. /
B 89vNota. Were er abir keinwertig gewest zcu der ersten clage, so frage der antwerter
eynes orteils: "Nach dem male das sy do steit, vnde gerade vordern wil, vnde sy nicht
eyne ynwanerynne ist in vnser stat, des ich mich czihe an der stat rat, vnde wir denne
so sunderlichen begnadeti sien von vnserm herren, vnde ouch von der stat wilkor, wer nicht ynwaner ist in der
stat, das der wedir macht nach craft habe, erbe, gerade, hergewete, noch keinerhande
angeuelle zcu uord(er)n", bittit er in eynem rechten orteil zcu irfaren, ab er keinerhande
antwert dorumme thun solle, adir waz darumme recht sy? Wedir dis vrage also: Ab der
eyn meteburg(er) moge gesien, der sien gut vorschost nach der stat wilkore, vnde sich
zcu der stat gehalden hat iar vnde tag, daz sy bewisen wil mit der stat register vnde
mit irem schoszbuche, bittit sy yn eynem rechten zcu irfaren, ab sie icht billichir
bliben moge by irer vorderunge, wen er mit sollichir widirrede die frouwe von irer
clage wisen moge von rechtis wegen, ader waz darumme recht sy?
Hir uff spreche<n> wir eyn recht: "Mag dy frouwe mit der stat registir bewisen, daz
sy eyne meteburgerinne ist, vnde geschossit hat, vnde bewisen mit besessin luten,
by den sy ire wonu<n>ge iar vnde tag gehabit hat, so ist sy nehir by irer vorderunge
zcu blibin, wen(ne) er syj mit sollichir rede douon wisen <moͤgek>, von rechtis wegen."
Nota. Wenne er nu antwerten mus, so claget sy zcu eynem P., ader wy er zcu sinem cristen
namen genant ist, vmme eyne gerade, die ir so lip ist, alzo x schog grosschin, dy ir recht vnde redelich anirstorbin ist von irer rechten nifftil
wegen nach rechter sippeczal, vnde bitte gerichte vnde begere antwert.
Spricht denne P.: "Min wip vnde ich, dy wile got wolde, /B 90r das sie lebete, hatte vnser eyns dem and(er)n uffgegeben alles, daz er hatte, ader
das er vmmir gewunne, vnde do was keins vsgenomen, wider clenis noch grossis, wider
hergewete noch gerade; wer das andere obirlebete, der solde daz besiczen vnde behalden,
domete zcu thun vnde zcu lassin; die selbie gabe beide ir vnde mir bestetiget ist
vnde uffgeboten mit allem rechte; ab sy do weder reden wolde, daz wil ich bewisen
mit eynem briue, der gegebin ist von den schepphen, vorsigiltl ist mit der stat jnges(igil), den ich mit orteil vnde mit rechte irworbin habe, vnde
binm mit der habe besessin mit sampt iar vnde tag, vnde abir iar vnde tagn, vnde dennoch lenger, ane menliche ansprache, vnde myn wib, das ich obirlebit habe,
gestorben ist, die nicht sonderlichz gehabit hat; bitte ich in eynem rechten orteil
zcu irfaren, ab icht nu mit merem rechte dy gerade uff mich gestorben ist mit allem
gute, vnde frouwe Barba(ra) inlendisch gewest ist, vnde wedir die gabe ny gesprochen
hat, wenne sie nu keinerley vorderunge dorane gehabin moge von rechtis wegen, ader
was darumme eyn recht sy?"
B. widir: "Noch demmale daz P. hie steit vnde eyn(en) briff berurit hot, dorynne steit,
wy em sien wip vorgabit hette vnde vorreicht gemeniglich ir gut, varnde vnde vnfarnde,
wo sy is habe, adir vmmir gewunne; vnde sint denne der briff alzo spricht, weder den
ich vngerne reden welde, noch ouch wider der schepphen bekentnusze, sunder alzo uil:
Man vnde wip habin vngeczweiet gut zcu irem libe, douon keins icht sunderlich geben
mag, also ich hoffe, schedelich deme, der das angeuelle wartende ist, an sinen willen,
vnde widir sien wort, vnde also denne kein gut gerade sin /B 90v mag, sy sterbe denne losz, noch sy ouch ymand von dem and(er)n geuord(er)n moge by
sinem leben, sunder nach sinem tode, vnde ich denne ny der gerade yoch ouch von myner
nyfftil by irem lebendem libe nicht geford(er)n mochte, vnde mir ouch nicht czemelichen
die gabe zcu uorbiten waz, vnde ouch die selbie gerade nicht vorwandilt ist an eigen,
noch an erbe, das noch in dem gute bewislich ist, daz ich mich czihe an das guth,
vnde an die gerade; vnde bitte in eynem rechten orteil zcu irfaren, ab ich icht billichir
vnde nehir by der gerade, der ich mich ny vorczeigen habe, zcu bliben sy, wenne sy
mir P. mit sollichir gabe entpfromden moge, ader waz darumme recht sy?"
Hiruff sprechen wir eyn recht: "Gibit eyn man ader eyn wip solliche gabe, das eyns
des andern gut besiczeno solle, wer das andere obirlebete, der solde daz gancz behalden, vnde w(ir)t do nicht
sunderlichz an benant, vnde blibit in dem gute eyne gerade vnuorwandilt, die bewislichen
ist, die geuellit mit merem rechte an frauwen B., wenne is P. mit der gabe behalden
moge, von rechtis wegen", ut Instituta de donacionibus § est et alia9, ut <suprap>10.
Nota. Spreiche abir P.: "Myn wip gabq mir eyne gabe, die habe ich gewandilt in myne varnde habe; sulche gabe frowe B. gew(er)diget
hat, nicht die x schog, noch halb x schog, noch ioch eynes schockis wert ist; vnde wil die gabe bewisen mit richter vnde
mit schepphen, ader mit andere bewisunge, die mir hulfflich ist zcu mynem rechte;
vnde bitte in eynem rechten orteil czu irfaren, ab ich ir hie nach vmme solliche sache,
dy gerade antrift, keinerley sunderliche antwert thun dorffe von rechtis wegen, ad(ir)
was darumme recht sy?"
B.r: "Alz er hir spricht, daz er sy in sine varnde habe gewandilt habe, vnde ich nach
gerade bewisen wil vnde vinden sollich guth, das sich /B 91r czu der gerade czuht nach schepphen irkentnusze, das er noch nicht zcu varnder habe
gemacht hot; so bitte ich yn eynem rechten orteil zcu irfaren, ab ich icht billichir
vnde ehr zcu blibene sy dorby, wenne er sy mir vorgehaldin moge?"
Hiruff spreche<n> wir eyn recht: "Mag dy frauwe icht bewisen, daz czu der gerade gehorit
nach der schepphen irkentnusze, daz nicht vorwandilt ist, daz ist die frauwe nehr
zcu behalden, we(nne) er is mit gabe behalden moge, von rechtis wegen", <ut> ss li.
i ar. xv11.
Nota. Spricht denne B.: "Nach demmole daz ich die bewisunge thun sal, der ich nicht
volkomen mag, er offin denne deme richtere vnde den schepphen vnde mir die gemach
vnde sine gewere, vnde bitte yn eynem rechten zcu irfaren, ab er das icht zcu rechte
thun sal, ader die slussil dem richtere antwerten solle von allen sinen gemachen,
ehr er sich von der stat wandilt, ader waz darumme recht sy?"
P.: "Nach dem male daz sy mir myne gemach mit orteiln offen wil, dar ich das myne
ynne habe, vnde des iren nicht, so bitte ich in eynem rechten orteile zcu irfaren,
ab sy mir icht eyne gewere thun solle, ab sy nicht funde, daz sy mir die smaheit abelegen
solde?"
Hiruff spreche<n> wir eyn recht: "Furet frauwe B. richter vnde schepphin zcu P., vnde
mutet P. eyner gewere von ir, das mus sy thun vor sine ansprache, von rechtis wegen."
Jr sollet wissin: Vint die frauwe solliche ding, das dy schepphen irkennen, das czu
der gerade gehorit, is sy welcherleys is sy, das sollen der richter vnde die schepphen der frouwen antwerten vor ire gerade;
vnde daz nymt sy noch der schepphen anwisunge; vint sie ab(ir) nicht, so w(er)t sy
busfellig, vnde wettit dem richtere, vnde hat darane keine ansprache mehr; vunde sy
/B 91v abir, so machte sy en busfellig, vnde mag en vmme bewisliche ding ansprechen, daz
vnuorwandilt ist. Hette er aber sollich gerete nach irem tode, daz ist, nach sines
wibis tode, vnde funde man das, er muste dem richtere wetten, vnde siner <widdersachent> buszin, von rechtis wegen, <ut> ss li. iii ar. xv wo czwene12.
Jr sollit wissin: Is geschit uffte, das eyne gerade yn die andere ader yn die dritte
hant komit. Alz ab lichte eyne frouwe eyne tochter hette, dy bemannet were; noch mochte
dy gerade vnuorwandilt bliben by der muter; sturbe der frouwen ir man, vnde hette
sy kindere mit deme, sie blebe vnuorruckit ad(ir) vngeczweiet bis an ir ende. Nu weren
lichte dy kindere so gewant, das sy der gerade nicht behalden mochten, alzo knechte,
ader lichte, ab sy denne eyne tochter hette, ab is lichte eyne stifftochter were,
sy ader eyne tochter ader eyn ander nyftil, an die die gerade gehoren mag, vorderte
dy gerade, die kindere gestatten sy ir, die nifftil vunde eyn stucke gewandis in irer
trouen, die kindere werten sichz vnde welden is nicht geben; mochten is dy kindere
behalden ader nicht?
Vns wisit daz recht: Is blibit by der geraden; funde man is in des mannes geweren,
<sou> weren is die kindere nehr zcu behalden zcu dem erbe, wen der frouwen niftil zcu
der gerade.
Jr sollit eigintlichen wissin: Von allen dissin hantwercken haben die wyp nicht mehr
wen ire slechte gerade. Also ist is ouch vmme den schuster vnde vmme den smyt. Lynewebir,
do dy frauwe wirckt vnde ire meide, vnde kein man, do ist alles gerete zcu der gerade.
Slougerweberinne vnde bortewirckerinne thun das selbie. Hirczu gehoren schermen, geczaw,
schiben, brechen, bluel, geverbete syde, do sy ire hantwerg mit ubin, vnde vngeverbit
garn, gesotten vnde roe. Jst /B 92r is aber des mannes hantwerg, vnde irneret sich des, so behorit is zcu dem erbe; vnde
<wannev> man gerade teilte, so behelt sie nicht mehr, wen das zcu eynem geczawe gehorit;
lynwant, flachz, garn, daz gehorit zcu der gerade. Vnde dis rurit er, do er spricht:
[23 § 1] Wullen ader lynen, das frouwen phlegen zcu tragen, vnde zcu haben.
Jr sollit wissin: Alle die hantwerg, was die sollichs geretis haben, daz zcu der tegelichin
narunge gehorit, daz gehorit alles zcu deme erbe. Hette abir die frouwe icht zcu irer
beslossin gewere, do nymant den sluszil zcu trage, denne sy alleine, vnde an ir gewant,
vnde an ir gebende, adir zcu anderem geczirde gehorit; waz abir andirswo ist, daz
gehorit zcu dem erbe. Hot abir eyn goltsmyt silber vnde golt, daz er alle tage vorsmet
uff den kouff, daz gehorit allis zcu dem erbe.
Jr sollit wissin: Hette ouch eyn man eyne phanne, die vormurit were, vnde stille stunde
in sinem huse, die er nuczende were zcu siner narrunge mit allem deme gefesse, das
dorczu gehoret, were ouch dis eyn man, der mete bruwete vnde sollich stende gefesse
hette, daz er selber zcu siner notdorft hat zcu sinem huse, vnde daz nymande vormitet,
das gehoret alles zcu dem erbe. Jst is abir also gewant, daz er is vsmytit vmme nucz,
so gehorit is zcu der gerade; also phannen mit wannen, vnde daz dorczu gehorit, vnde
das vszmytit, das ist alles czu der gerade.
Jr sollit wissin: Hette eyn gastgebe kussin, phole, lilachenw vnde andere betegewant, das gemeine ist sinen gesten, das gehorit czu dem erbe. Hette
abir die frouwe sunderlich betegewant in iren kasten vorsloszin, das sie ouchx nuczinde were in iren sechz wochen, vnde zcu iren eren, das gehorit zcu der gerade.
Hette sy /B 92v aber des nicht, man sal ir eyn bette richten, alzo sie in den sechs wochen legen
solde, iczlichs drie stucke, als drie bette, drie par linlachen, vnde mit deme, daz
dorczu gehorit. So richt man sie abe zcu der gerade.
[23 § 3] Many sal nymande zcu eynem gastgeben rechin, er sy denne eyn gemeiner gastgebe. Hilde
aber eyner geste nach sinem willen, alz ab er eynen fursten alleine mit sinem gesinde
hilde, vnde sust nymandis mehr, ader eynen andern herren, der ist kein gastgebe. Vnde
darumme mag er eynes gastgebin recht nicht nuczen.
[23 § 1] Nota. Hat eyn fleischhouwer schaff ader ander vie, douon er alle tage zcu den bencken
sleth, er habe sy wo er sy habe, das gehorit zcu dem erbe; hat er abir schaff vszgende
vmme nucz, ader hette er eyne kw, czwu ader mehr, die er nuczinde were zcu sime huszgesinde,
enten vnde ghense, die gehoren alle zcu der gerade; hunere abir gehoren zcu dem erbe,
<ut> ss li. i ar. xxiiii nach dem erbe13.
Nota. Noch ist mehir geretis, das zcu der gerade gehorit, alzo geslissene federn,
kasten mit vffgehabin leden; hetten sy der nicht, so nymt sy die, dy sy mit ir brochte,
vnde sunderlich, do sy slussele zcu treit. Gortil, syden vnde silberin, die eyner
frouwen gemachit sien, eynerley trinckefesze, ab sy do sien, eyne canne, vnde eynen
tisch, eynen stul, vnde eyne sydil, ab ir mehr sien denne eyne.
Jr sollit wissin: Vmme das silberinne, trinckefesze vnde sediln, das ist von gnaden,
vnde darumme gibt man ir, was man wil.
Ab eyn man durch notdorft wille sines wibis cleidere vorsaczte by irem gesundem libe,
vnde die frauwe legerhaftig wurde vnde sturbe; jre niftile vorderte das gewant von
em; er spreiche, er hette is vorsaczt by irem lebendem libe, vnde sunderlichin, die
wile sy gesunt was, vnde sy hat das gelt vorczert vff dem bette in irer /B 93r suche. Die nyfftile spreiche lichte: "Nach demmale das er hir steit vnde bekennet,
daz er is vorsaczt hat, vnde sy nicht, bitte ich in einem rechten orteil zcu irfaren,
ab er is nu icht zcu rechte losen solle von rechtis wegen?" Spricht er denne, er muste
es durch notdorft wille vorseczen, das er sy do mete irnerete, vnde habe das getan
mit irem guten willen; wil man em das glouben, das ist em lip; wil man daz nicht,
so wil er das irwisen, wie is em eyn recht irteilt; vnde bitte in eynem rechten orteil
zcu irfaren, ab er is phlichtig zcu losen sy von rechtis wegen?
Hiruff sprechen wir eyn recht: "Thar er bewisen mit deme, deme er das phant vorsaczte,
also sie noch nicht legerhaftig was, so lose is der ader die, uff den ader uff die
is gestorben waz, ab sie wollen, vnde disser, der is vorsaczt hat, sy domete ledig",
<ut> ss li. i ar. xxiiii nach dem hergewete14 ver. was abir ussen stund15.
Jr sollet ouch wissin: Wer is sache, das er durch notdorfft wille vorseczin muste,
daz zcu der gerade ader zcu eynem hergewete gehorte, als das man den sichen domete
gelabt hette, daz mus er bewisen mit zcwen burg(er)n uff den heiligen, ab man em nicht
glouben wil, das er is ader sy vorsaczte by ghenes gesundem libe. "Nach demmale das
denne der losen solle, an den is gestorben ist, ab er is haben wil, nu bitten wir
yn eynem rechten orteil zcu irfaren, ab man is icht von deme gemeinen gelde losen
solle billichir, sint is in daz gemeine guth komen ist, wenne is ghenner von dem sinen
losenz dorffe, sint is sin io ny wart, ader was darumme recht sy?" Hir uff spreche<n> wir
eyn recht: "Is losit der billich von dem sinen, uff den is geerbit ist, ab er is haben
wil, von rechtis wegen." Vnde disz ist darumme, das er is von dem gemeinen gute nicht
phlichtig zcu losen ist, wenne der tode was is ir keinem schuldig; vnde darumme darff
man is von dem /B 93v gemeinen gute nicht losen, al gehorte disz in die gerade ader in daz hergewete, vnde
wart vorsaczt, do is noch nicht gerade waz noch hergewete, sunder als der starb; vnde
darumme hatte der kein recht dorczu, vnde der is vorsaczt, hatte ouch kein bessir
recht dorczu, den(ne) daz er is losen muste, ab er is haben welde; vnde das selbie
hette ouch must tun der tode, ab er lebende blebin were; vnde daz selbie recht, daz
der tode dorczu hatte, das erbit er uff dissin, den dis gut an gehort. Wenne16 is mag nymant dem and(er)n besser recht an eynem dinge erben, wenne als er selber
doran hatte, ut ff. de regulis iuris l. nemo17, et ff. de pingnoribus l. pingnoribus18.
Jr sollet wissin: Wurde eynes mannes wip sich, vnde sy irkente ires lebendes nicht
mehr; sie hette gerade, die welde sy irer nyftiln entphromden, vnde sy bete iren man,
das is mit siner gunst gescheige, der man irkente, das er is mit rechte nicht behalden
konde, vnde gebe dorumme diste lichter syn ,io‘ dorczu; sie sente nach dem phaffen
vnde nach andere<n> luten, die solden do geczeug sien der gaben, die frouwe gebe die
gerade weg mit der hant dem phaffen; der truge is weg; die frouwe hette keins irer
nyfftiln doby gehabit, die is <gevolborta'> hetten; die frouwe sturbe; is vorczoge sich, der frouwen nyfftele manten vmme die
gerade den man; er spreiche, er wuste vmme keine gerade, wenne worumme sy hette dem
phaffen gegeben die gerade, vnde dy hetten sy ouch enweg, welde sie sy haben, sie
solde mit dem phaffen reden; is queme, das die, der dy gerade gehorte, lude der frouwen
man zcu dinge, jn disser wise: "Herre er richter, ich clage gote vnd uch obir eynen
N., daz er mir eyne gerade vorhelt, die mir liber were wen x schog g(roschen), die mir von myner rechten nyftiln anirstorben ist, vnde bitte gerichtis
vnde begere /B 94r antwert, vnde ab mir got hilfft vnde daz recht, das mir dy gerade zcugesprochen wurde,
ab ich dorane icht vormiste von deme, daz zcu der gerade gehorit, das wil ich ouch
vord(er)n mit dem rechte."
N.: "Herre er richter, jch bitte eyner gewere obir die clage, vnde bitte yn eynem
rechten zcu irfaren, ab sie mir icht die ehr tun solle, ehr ich keinerley antwert
thunb' dorffe von rechtis wegen, ader waz recht dorumme sy?"
Hiruff spreche<n> wir eyn recht: "Sy tut die gewere billich", <ut> ss li. ii ar. xxc' welch man vor gerichte19. Disse gewere mus sy vorborgen, vnde gelabit sy mit eyner vorderunge. Wenne die gewere
gelabit ist, so spricht er mit eyner antwert also: "Myn wip hat ire gerade durch got
gegeben eynem phaffen zcu eynem zelgerete, vnde hot is selbir mit irer hant vorgeben;
das wil ich bewisen mit den, die do keinwertig waren, vnde is der phaffe weg trug,
wissintlichin den selbien bedirben luten. Gibit sy mir icht darobir schuld, des wil
ich vnschuldig werden, wy mir is dy schepphen vynden vor eyn recht, vnde bitte yn
eynem orteil zcu irfaren, ab ich ir darumme keinerhande thuen dorffe von rechtis wegen,
ader was recht darumme sy?"
Die frauwe: "Noch demmole das er hie steit, vnde spricht, das er do keinwertig ist
gewest, vnde eyne frouwe iris gutis keinem gegeben mag an ires rechten vormunden wille,
der sy beschermen vnde vormunden sal; vnde sy denne mit syner volbort disse gabe gegebin
hat mir schedelichin, bitte ich in eynem rechten zcu irfaren, ab er mit sollichir
widerrede sich vorantwerten moge, ader was darumme recht sy?"
Hiruff spreche<n> wir eynd' recht: Er moge sich der antwert mit sollichir rede nicht weren von rechtis wegen.
Jr sollit ouch wissen: Man komet ouch hie behendiglichir dorczu. Wil die vor/B 94vdererynne, sy bestelle ire clage also, daz er do gheinwertig ist gewest, do sien wip
ire nyfftile yre gerade weggegeben hot, ir schedelich. Nu mus er ,yo‘ ader ,neyn‘
sprechene'. Spricht er ,neyn‘, so vrage: "Nach demmole daz eyn iczlich man ader getruwer vormunde
bewaren sal vor allen schaden sinen mu<n>delin vnde sien wib, die wile got wolde,
daz sy lebete, vnde in siner vormundeschaft was; die in irer suche sulliche gabe gegebin
hot, do er hir ,neyn‘ zcu sprechen wil; vnde er sich dorane nicht bewisit hat als
eyn getruwer vormunde, vnde sy nicht bewart hot, douon ich zcu schaden komen bin;
vnde bitte yn eynem rechten orteile zcu irfaren, ab er icht billichir den schaden
liden solle selber, vnde mich mynes schadens irgetczin, wenne er mir douor ,neyn‘
sprechen moge, von rechtis wegen, ader waz darumme recht sy?"
Nota, wief' sich eyn man sollichir sachen bewaren moge, ab syn wip ire gerade vorgebin wolde.
Nota. Eyn iczlich man, des wib yn suchtagen begriffen ist, der sal sy stetiglichen
vorsteen, vnde habin yn siner hute, vnde yn syner vormundeschaft; wenne das vormundige
mensche hot nicht craft, widir zcu uorgeben, noch zcu uorlabin, noch zcu uorreichen,
ane synes vormunden wille, ut Institu. de auctoritate curatorum et tutorum § unde
in hiis causis20. Vnde darumme mogin sie ouch keins vorgeben, ut Institu. quibusg' alienare licet vel non § nunc autem admonendi sunt21. Gibit sie is denne weg, vnde er spricht, is sy sien wissen nicht gewest, das er
wol bewisen wolle, js were em vnhulfflich, vnde mag nicht eyn rechter vormunde gesien,
wenne worumme er ist eyn valschir vormunde, ut Institu. de suspectis tutoribus § novissime
sciendum est22. Wenne worumme er ist eyn trogenhaftiger vormunde, ut ff. e. ti. l. suspectus23. Vnde was schade douon komit, der komit von syner vorwarlosunge, vnde darumme mus
er vor den schaden antwerten, /B 95r <ut> ss li. ii ar. xxxvii der man sal gelden24, ut Institu. ad legem Aquileam § ac ne25, et ff. e. ti. l. si obstitrix26. Wenne vormundeschaft mag mit des vormunden vnwissintschaft gebessert werden, wenne
worumme wo eyn man eynem ammechte vorsteen sal, des ammechtis schade geth uff den,
der des amechtis vorstender ist; wenne er bewarte sollichin schaden wol, wenne er
keinwertig ist. Vnde darumme mus er vor den schaden antwerten, <ut> ff. de locato
et conducto l. si de dampno27.
Spreiche er abir, er were nicht geinwertig gewest, vnde em were vmme dy sache nicht
wissintlich gewest, vnde das sie is vorgeben wolde; vnde was iczund weg, alz er qwam;
so ist er mit siner vnschult siner vnwissintschaft zcu bewisen nehr, vnde w(er)t domete
loz, ab er tar. So vord(er)t sy dy gerade wider von deme, deme sy gegeben ist, ab
sy wil, <ut> ss li. i ar. lih' ane erben orlob28 ver.i' vorgibit eyn man29.
Spreiche er abir, er hette is ir gewert mit allem vliesz, vnde wolde daz volkomen
mit den luten, die do keinwertig woren; spreiche denne die vordererinne, ader weme
is behorit: "Hette er mir is gesait, ich hette lichte myne gunst dorczu gegeben, ader
was ich zcu rate were wurden." Zet hie zcu: Noch mus er antwerten. Dis ist abir durch
der <vormundeschaftj'> willen; wenne wo solliche bescheidunge geschen sal, do sollen die gheinwertig sien,
an die is geuallen mochte vnde irsterbin; is toug anders nicht, ut <Institu.> de inofficioso
§ soror autem30. Vnderwiste sy abir der man, das sie is ane der nehisten wille nicht gegeben mag,
vnde volkomit er des selbdritte, alz recht ist, er darff dorumme nicht not liden,
ab er is wol der nifftil nicht entpoten hat, ut Institu. de lega. § non solum31. Wenne wer eynes dinges darff, der wartet billich dorumme.
[23 § 4] Jr sollet wissen: Sy sal em sien bette berichten, <ut> ss li. iii ar. xxxvii was der man iar32 ver. stirbet des mannes wyp33. /B 95v Vnde ist zcugegeben durch czucht wille. Wenne dis ist gegeben den frouwen durch des
rechtis ere wille, so ist is ouch billich vnde erlich, daz sie dem rechten wider ere
irbieten; wenn das recht leret czucht, ut in autt. ut ab illustribus et qui super
eam sunt dignitatem § i colla. v34, <et> C. de offi. diverso. iudi. l. i35.
Nota. Alz wir gesprochen habin, wy das nymant gerade nemen moge, wen wip vnde wip
halben; hette abir eyn wip gelaszin eynen schuler, der gewiet were, vnde hette keine
tochter, der schuler were der gerade nehr wenne der frouwen swestir; hette er aber
eyne swester, dy neme glich teil mit dem phaffen in der gerade, <ut> ss li. i ar. v nympt der son wip36 ver. der phaffe nympt glichen teil37. Vnde ,gerade‘ <heystk'> ,parafernale‘, vnde heist das gerete, das yn eynes mannes huse ist, vnde vor deme
hergewete gethl'.
a folgendes cleidere unterpunktet B.b so L fol. 50vb; ucch B.c nota am Rand B.d davor verschriebenes reic durchgestrichen B.e davor h durchgestrichen B.f davor bin unterpunktet B.g mit Einfügungszeichen rubriziert am Rand B.h so L fol. 51vb; Er B.i über begenat B.j folgendes douon unterpunktet B.k so L fol. 52ra; mogin B.l davor der unterpunktet B.m folgendes der unterpunktet B.n vnde abir iar vnde tag folgt B.o -cz- doppelt B.p so L fol. 52va; nur abgekürztes -upra vorhanden, s- fehlt B.q mit Einfügungszeichen rubriziert am Rand B.r über P. B.s davor wech durchgestrichen B.t so L fol. 53ra; sachen B.u so L fol. 53ra; sy B.v so L fol. 53rb; fehlt B.w darüber Verweiszeichen, alse lynlaken mit Verweiszeichen am Rand B.x folgendes das sie ouch unterpunktet B.y rubriziertes wen man eynen gastgeben nennet am Rand B.z folgendes solle unterpunktet B.a' so L fol. 54rb; gewilbort B.b' davor zcu unterpunktet B.c' darüber xix B.d' doppelt B.e' davor dor durchgestrichen B.f' davor wie sich unterpunktet und durchgestrichen B.g' moris folgt B.h' über unterpunktetem xv B.i' mit Einfügungszeichen am Rand B.j' vornundeschaft B.k' so L fol. 55rb; fehlt B.l' et cetera folgt B.
1–1Vgl. Ssp.-Landrecht I 24 § 3.
2–2Vgl. Ssp.-Landrecht III 38 § 5.
3Inst. 1, 15, 1.
5Inst. 3, 3, 4.
6Ssp.-Landrecht III 15 § 1.
7Ssp.-Landrecht III 15 § 1.
8Ssp.-Landrecht I 70 § 1.
11Ssp.-Landrecht I 15 § 1.
12Ssp.-Landrecht III 15 § 1.
13Ssp.-Landrecht I 24 § 1.
14Ssp.-Landrecht I 24 § 1.
15Ssp.-Landrecht I 24 § 4.
17Dig. 50, 17, 54.
19Richtig: Ssp.-Landrecht II 15 § 1.
20Inst. 1, 21 pr. letzter Satz.
22Inst. 1, 26, 12.
23Dig. 26, 10, 5.
24Richtig: Ssp.-Landrecht II 38.
25Inst. 4, 3, 3.
28Richtig: Ssp.-Landrecht I 52 § 1.
29Richtig: Ssp.-Landrecht I 52 § 4 zweiter Satz.
30Inst. 2, 18, 1 zweiter Satz.
31Inst. 2, 20, 4.
32Richtig: Ssp.-Landrecht III 38 § 1.
33Richtig: Ssp.-Landrecht III 38 § 5.
34Nov. 71, 1.
35Cod. 1, 48, 1.
36Ssp.-Landrecht I 5 § 1.
37Ssp.-Landrecht I 5 § 3.