Artikel 125
Articulus CXXV
<Summarium> Von reynen vnde von greniczen.
<Textus>
Glosab
[125 (124) § 1] Also3 ir gehort habt die geboth, die do gebytende sien zcukunfftigen <schadenc> zcu bewaren, den geboten volget er nach: Sal ymant eyne grenicze vswisen, der sal
<syned nackeburd> do by haben, <ut> C. fi<n>iume regundorum l. i4.
Jr sollet wissen: Tedingitten so czw<e>nef miteynander, das gehorit an dy herschaft, das zcu entrichtene, vnde die mogens darumbe
schicken, wy sy wollen, so verre alz das land ir eigen ist, <ut> C. e. t. l. i5, <et> Institu. de officio iudicis § si finium regundorum6.
Ouch so hort man keine clage der grenicze, der cleger bewise denne des gutis eyne
rechte gewerunge, do dy grenicze zcu gehorit, <ut> C. e. t. l. si quis7.
Wenne denne dy gewere bewisit ist, so geht man dy scheydunge uff nach des lantrichters
gebote, <ut> C. e. ti. l. iii8.
a et cetera folgt B.b rubriziertes et cetera folgt B.c so L fol. 114ra; sal B.d–d so L fol. 114ra; sinem nackebure B.e Loch im Papier B.f Loch im Papier B.g so L fol. 114rb; fehlt B.h et cetera folgt B.
1–1Vgl. Ssp.-Landrecht II 50 erster Satz.
2–2Vgl. Ssp.-Landrecht II 50 letzter Satz.
3Zu den folgenden sechs Absätzen vgl. Glosse zu Ssp.-Landrecht II 48 (II 50) (BG S. 825 Z. 13 – S. 827 Z. 2).
4Cod. 3, 39, 1.
5Cod. 3, 39, 1.
6Inst. 4, 17, 6.
7Cod. 3, 39, 3.
8Cod. 3, 39, 3.
9Cod. 3, 39, 4.
10Cod. 3, 39, 6.