Das Sächsische Weichbildrecht mit Glosse
‹‹Artikel 54››
Articulus LIIIIa
<Summarium> Von gabeb.
<Textus>
[54] Ab der richter vnde die schepphen abegestorben sien yn wichbilde, man mag /B 156v dy bang wol besetczen vmme eyne gabe, ab man des bedarff, zcu dem mynsten mit czwen schepphen vnde mit vir dingmannen, zo behelt ghenner syne gabec.
Glosa
[54] Dis ist keiser Otten satczunge, vnde ist sine meynunge: Waz man ymande geben sal an eigen ader an erbe, das sal man thun vor gehegeter bangk; vnde ehr dy gabe geerret wurde, man mag eynen an des abegestorben richters stat kisen; adir ab do nicht schepphen weren, der richter mag dy gabe besetczin mit vir dingmannen vnde mit czweien schepphen, vnde der gabin craft geben, vnde frede dorobir wircken, alz recht ist. Vnde das ist darumme gesatczt, das daz recht nicht zcughee. Vnde wil ouchd anders nicht mehr, wen das man der gabe eyne redeliche sache vnde geczugkenisze gebee.
a rubriziertes et cetera folgt B.b rubriziertes et cetera folgt B.c et cetera folgt B.d -uc- ligiert B.e et cetera folgt B.