Artikel 53
Articulus LIII
<Summarium> Von gutes vronunge.
<Textus>
[53] Do abir eynem manne syne gewere /B 156r gevronet wirt, alz ofte er vz vnde yn geet, alz uffte mus er dem richtere wetten,
dy fronunge sy denne mit rechte benommen.
Glosa
[53] Jr sollet wissin: Wo der richter sien gewette nicht vsgephenden mag vsz eynes mannes
eigen, zo mag der richter nach orteil vnde nach rechte dy werea vronen. Das ist das czeichen mit eynem crucze; das sal der richter obir dy tore stecken
zcu eynem czeichen, das das gewette gotis ist. Wen man bessirt gote mit dem gewette,
<ut> ss li. i ar. liii wer nicht volget1 ver. wer gewette ader busse nicht gibit2. Vnde dis gewette behorit dem richtere, <ut> ss li. iii ar. xlvii jczlich Deuczsch lant3 ver. iczlich richter4.
Jr sollet wissen, das der syn deses artikils ist: Sint das alle richtere siczen an
gotis stat, wenne sy yn gerichte siczen obir die, dy got irneret hat mit siner teuwir
martir, alz denne eyn mensche wedir daz andere bricht, das mus er bess(er)n nach deme,
alz er an dem menschen gebrochen hat; vnde darumme so mus er ouch gote abelegen mit
dem gewette; vnde darumme sal man das gewette keine(m) manne obirheben, ut xxiiiib q. iiii <c.> duo ista nomina5. Wenne neme man kein gewette, so vorginge das recht. Wen(ne) mit dem gewette twinget
man dy lute, das sy recht <muͤssenc> thun, <ut> C. de modo mulctarum l. mulctarum6. Wenne mit dem gewette warnet man das volg vor grosserem schaden, ut in autt. de
mandatis principum § quod si colla. iii7.
a davor vro durchgestrichen B.b darüber xxx B.c so L fol. 88vb; nussen B.d so L fol. 88vb; fehlt B.e et cetera folgt B.