Artikel 8
Articulus octavusa
<Summarium> Von des keisers rechte, wie das bestetigit ist.
<Textus>
[8 § 1] Nv vornemet vmme dy fursten vnde vrieherren, wy sy mit den Romern zcu rate wurden,
vnde alle, dy do ritters namen hatten. Dy woldenb wissen, an welchem rechte daz rich besteen solde, vnde saczten dem koninge zotan
recht mit der fursten rate, daz er den stul zcu Romec vorsteen solde von sente Peters halben mit dem werltlichen swerte, do er noch Romischer
voit von heist. Dorumme1 ist em ledigk /B 31r wurden in allen steten daz gerichte, so er komet in Dewczsche lant, obir alle gerichte,
vnde moncze, vnde czolle1.
[8 § 2] Dorume2 daz er Romischer voit ist, hirummed mag er synen lip nicht vorwircken, noch ouch an synen eren sich krencken, wen mit
drien dingen, die wir uch ouch wollen sagen. Daz eyne ist, ab er den stul zcu Rome
vorstoren wolde; daz andere, ab er den vnglouben stercken welde; daz dritte, ab er
sien elich wip lest2. Welcher drier er eyns obirwunden wurde, zo sal man ob(ir) en richten; man sal em
daz houpt abeslaen mit eyner gulden barten, darume daz er werltliche swert hat, zcu
richten obir alle, die vnrecht thun.
[8 § 3] Vnde er hot is beuolen allen den, dy ritters namen haben, witwen vnde weisen zcu
beschermen, vnde alle gotis huzere, vnde vnrecht /B 31v zcu krencken, vnde recht zcu stercken.
[8 § 4] Dorczu hot er is beuolen allen richtern ober alle dy, die vnrecht thun. Darumme
sollen richtere selber richten, ader der rechte vronebote, ober alle die, dy an vngerichte
begriffen werden, vnde obirwunden werden alzo.
[8 § 5] Czu der selbien wise, alzo dy richtere daz werltliche swert haben von dem koninge,
alzo haben dy pristere daz geistliche swert von dem babiste.
Gloza
[8 § 1] Also ir vornomen habit, wie daz recht ist vffkomen, zo were daz recht vmmesust,
weren dy nicht entscheiden von dem rechte, die dem rechte vorstehen sulden. Nu wolle<n>
wir an dem hoesten vnde an dem obirsten richtere in werltlichen sachen anheben. Wenne
is ist wol billich, daz daz geschee, wen daz recht spricht: Er solle deme stule zcu Rome vorstehen von sente Peters halben. Dorumme ist er eyn gemeine richter obir al, ut ss li. iii ar. xxvi der koning ist eyn gemeine richter obir all3; vnde darumme zo hat ouch eyn iczlich man syn recht vor dem konige, ut ss li. iii ar. xxxiii eyn iczlich man hat sien recht4.
Jre sollit wissen, alzo wir vnsere rede gewant haben an den koning. Wen man den konig
kusit, so sal er deme riche hulde thun, vnde sweren, daz er recht wolle thun, recht
stercken vnde vnrecht krencken, vnde des eydes meyn/B 32runge sal alzo sien:
Jch5 swere <by> dem almechtigen gote <vnde> by sinem eyngebornen sone, vnsern hern Ihesu
Christo, vnde by der ersamen gotisgeber<er>ynne Marian, der ewigen mayt, vnde <by>
dissin vier ewangelien, dy ich habe yn der hant, vnde by den heiligen engiln Michael
vnde Gabriel, daz ich wil halden eyne reyne gewissin vnde redelich dinst mynes herren
<N.f> in dem ammechte, daz mir von siner gute beuolen ist; vnde wil alle swere erbeit
entphan sunder trogen, vnde boze kunst in dem ammechte <meiden>, daz mir von dem riche
beuolen ist. Jch swere ouch, daz ich rechtis gloubins byn, vnde daz ich em nymmer
zcu schaden werden wil, vnde daz ich entpha daz ammecht sunder alle mitunge, vnde
daz ich mich redelich bewisen wil an den vndirsessin vnsers hern, vnde wil genugigk
sieng an mynem lehn, vnde wil vorsteen des riches recht, vnde daz nicht lassen weder durch
libe noch durch hasz noch durch nucz, noch daz eynem andern irlouben. Jch swere ouch,
daz ich die gutere veterlichin wil halden, vnde wil yreh vndersessin vnuorseret laszin vnde halden, vnde wil in dem gerichte glich sien, vnde
wil vzford(er)n alle bruche, vnde wil halden, waz do recht ist. Vnde swere, das ich
die gerechten by irer gerechtigkeit wil behalden, vnde wil den vngerechten zcufugen
ire beschrebin pyne. Ab ich daz breiche, zo ghe obir mich daz ewige gerichte vnsers
hern Ihesu Christi, vnde musze sien von Judas teilhaftig, vnde musze entphan Josias
suche, vnde mich bestee Cayns beben, vnde obir mich musze ghen daz werltliche gerichte,
daz obir falsche richtere gesaczt ist.
Ut in autt. juramentum quod <prestaturi> ab hijs qui administracionem accipiunt per totum colla. iij 6. /B 32v Vnde disser eit ist eyn eyt des ammechtis, js sy keiser ader werltlichir richter,
er sie werltlich ader geistlich, ut xxii q. ii <c.> in dolo iurat7, e. q. v <c.> <cavetek>8, e. t. <c.> iuramenti9.
Nota. Darumme spricht er hie: Vnde saczten dem koninge sotan recht. Vnde daz ist genomen vsz Karolus saczunge, do er den Deuczschen daz recht gab vnde
ouch dy kore, ut ss li. iii ar. xlvi dy Deuczschin sollin durch recht10.
Disz11 recht gab der grosze konig Karl den Deuczschen. Wen vor korn dy senatores zcu Rome
den koning. Vnde die fursten vnde dy hern mit den Romern zcu rate wurden, wie daz rich bestehn
wolde. Vnde dornach quam die kore an die heͤrlutel, daz die eynen koning koren, wenne eyn koning in dem here irslagin wart, wen sy in
heerfarten waren. Vnde daz waz deme here gar schedelich, daz denne daz volk in fromden
landen ane houpt solden sien. Vnde darumme so gabin dy Romere den herluten die gewalt,
daz sy eynen koning kysen mochten. Sint aber daz koning Karl gesach, vnde sunderlichin
vornam, daz die Duczschen zo gar getruwelichin dem riche bystunden vnde hulffen, vnde
des richis heil mit ganczim vliesze suchten, vnde yo des richis heil anm den Duczschen lag, do gab er den Deuczschen gewalt, das sy den koning kysen solden.
Vnde disz vint man in der constitucio, dy keiser Karl gesaczt hat, vnde saczte sy,
daz er den stul zcu Rome vorsteen sulde, darumme daz er der obirste richter ist vnde der erste in dem herschilde, ut ss li.
i ar. iii Orighenes12 ver. zcu der selbien13.
Jr sollit wissin: Ritterlichen erbarkeit ist enczwer geboren ader gemacht. Gemachte ritterschaft haben bisschoue
vnde epte vnde alle gekorne fursten; vnde darumme zo sal der koning fry vnde edil
vnde elich geboren sien, ut ss li. iii ar. xlviii lehn an gerichte14 ver. der koning15. Vnde daz ist darumme, daz an em beghinnet dy geborne achtbarkeit in der /B 33r ritterschaft. Vnde der koning sal ouch gewyeto sien, ut ss li. iii ar. xlvi die Dewczschen16; darumme daz die kore an em beghinnet, ut in autt. de heredibus et Falcidia in principio
colla. i17. Vnde der geborne ist edeler wen der gekorne, dy kore kome ioch, von <wemep> sy kome; wen(ne) dy kore ist vffkomen von gesacztem rechteq, aber geboren adil ist von naturen; wenne eyne saczunge mag kein naturlich recht
vordringen, ut i di. <c.> omnes leges divine sunt aut humane18, <et> Instituta de legittima agnatorum tutela § quia civilis racio19. Vnde darumme spreche<n> wir: Der koning ist der erste in der achtbarkeit der geboren
ritterschaft.
Nota. Der ander herschilt nedirwert an der ritterlichin wirdigkeit habin die bisschoue
vnde geistliche fursten, vnde dy korfursten, vnde dy von Brunswig, darumme daz sy
keines bischoffis man sien; vnde disse heiszin in legibus superillustres, das heissen
,obirfursten‘. Den dritten herschilt nedirwert der ritterlichen wirdigkeit haben der
vorgnanten fursten man, vnde heiszin illustres, ,slechte fursten‘, ut ss li. iii ar. xlvi lehn an gerichte20. Den virden herschilt habin die vrien herren, vnde heiszin nobiles. Den funfften
herschilt nedirwert haben der vryen herren mannen, vnde die heisszin barones. Den
sechsten herschilt nedirwert haben der frien herren manne man, vnde heiszin eynschildige
lute, dorumme daz sy eynschildig sien an dem schilde, daz ist an dem ritterlichen
adil. Nu sagin eczliche, daz man an dem sobinden schilde czwiuil habe, ab er lehnrecht
haben moge. Jr sollit eigintlichen wissin: Do ist kein czwiuil an. Wenne die leyenfursten
haben den sobinden schilt abegeleit, synt sy der bisschoue man wurdin sien, das ehr
nicht en was, ut in autt. ut ab illustribus et qui super eam sunt dignitatem l. sanccimus
colla. v21.
Nota. Alle dyr, die in der herschilde eyn begriffen sien, dy habin ritters namen, daz ist, daz sy
rittere werden mogin; vnde darumme nennet er hy dy fursten, fries herren, vnde /B 33v allet, die ritters namen hatten.
Nota. Vnde saczten dem koninge so getan recht, daz er dem stule zcu Rome vorsteen solde
mit dem werltlichem swerte. Vnde disz sollit ir vornemen: Disz geschach, dy wile do die Romere daz rich ynne
hatten, vnde selber mit iren senatores den koning koren, vnde dy land betwungen hatten,
vnde daz rich in irer gewalt was; vnde daz geschach mit des keisers wille, anders
were dis wedir dy leges, <ut> Institu. quibus modis testamenta confirmantur § licet
enim inquiunt leges22.
Jr sollit wissin: Des keisers redeliche wille ist eyn recht, ut Institu. de iure naturali
gencium et civili § sed et quod principi23. Wen worumbe der keiser ist obir alle recht, ut C. de legibus et constitucionibus
l. dingna vox24. Vnde sint sich denne der keiser en gegebin hat, so ist daz nu keiserrecht, ut ff.
de officioso testamento l. supra § si imperator25. Wenne worumme er mag sich wol williglichen zcu eynem dinge geben, sint sin wille
eyn recht ist, ut ff. de legibus et constitucionibus l. princeps26. Disz mus aber sien wille sien, <ut> C. e. t. l. digna vox27. Vnde darume entphet er syne leczte wyunge vnde cronunge zcu Rome; vnde so musu er dem Romischen stule hulde thun, ut xliii di. <c.> tibi domino Johanni28. Vnde darumme heist erv Romischer voit, ut ff. de senatoribus consultu l. princeps29.
Nota. Darumme ist em ledig wurden in allen steten daz gerichte, so daz er wol richten mag alle clagen, die in gerichte nicht begunst noch geant
sien, ut ss li. iii ar. liii ver. in welchir stat des richz30. Daz ist zcu uornemen: Nach der czit, alzo er gecronet w(er)t vnde gewyet; vnde so
ist er eyn richter obir alle, ut C. de veteri iure enucliando l. tanta31, et ss li. iii ar. xlvi die Duczschen32 ver. den koning kewst man zcu richtere33. Darumme, daz er der hogiste werltlichir richter ist, vnde darumme, daz er denne
allen enden nicht gesyn /B 34r mag, darumme sien von em alle richtere gesaczt, ut in autt. ut iudices sine <quoquow> suffragio fiant § jtaque deo34. Wenne worumme aller adel vnde alle ritterschaft entspruszit von dem koninge. Jn
gotis stat siczin alle richtere, vnde darumme sal man alle richtere ,herre‘ heissin,
die zcijt, alzo er in gerichte siczit, ut in autt. iuramentumx quod prestatur ab hijs qui administracionem accipiunt § i colla. ii35. Sint denne daz der keiser allen enden der obirste ist, vnde nicht richten mag alzo
vffte, alzo is not ist, dorumme hat er richtere gesaczt, dy vorbasz richtere seczen;
alzo der koning seczit die fursten, die fursten vorbasz dy greuen, die greuen vorbas
die gogreuen zcu richtere, do sy nicht selber gesien mogen, ut C. de pedaneis iudicijs
l. placet36. Vnde mogin sy denne do selber gesien, alzo der koning in der fursten gheinwertigkeit
ist vnde in ire gerichte, so ist die sache weg, do er andere richtere vmbe gesaczt
hatte, vnde so richtet er denne billich selber, ut ff. de regulis iuris l. cum principalis37. Vnde daz ist darumme:
Nota. Siet eyn richter eynen erb(er)n man vor gerichte, dem sal er irlouben zcu siczen,
ab er nicht eyn cleg(er) ad(er) eyn antwerter ist, <ut> C. de officio diversorum <iudicumy> l. singuli38, et l. si autem39, et in autt. ut ab illustribus et qui super eam sunt dignitatem § quicumque procedunt
colla. v40. Habin sy aber do zcu schaffen, so muszin sy stehn, alzo andere lute, ut in autt.
e. t.41, <et> C.z de postulando l. quicumque42.
Nota. Monczin vnde czolle et cetera. Wissit: Do sich des richz merunge begunde, vnde Enoch, <Caynsa'> son, die erste stat buwete43, do hilt man vor eyn recht, waz eyner beerbeite, daz torste em nymant nemen; ouch
torste er is nymande geben. Do irdachte man eyn czeichen, doran waz des hern bilde,
daz muste er em geben; das bewisete er denne deme hern, daz er is mit ghenes wille
hatte, vnde waz eyn czeichen des gehorsams. Dornach, do dy Romere begunden zcu hirschen,
vnde /B 34v Numab' Pompeyus an das richec' quam, der irdochte pheninge nach der selbien wiese, vnde gab deme pheninge den namen,
vnde hies en nummus; vnde machte domete eyne gewere; wen vor der czit hatten die lute
ir gut nicht gereit an pheningen, sunder sy hattens ane vye, vnde hies pecora; wen
waz sy mit einandir hatten zcu schaffen mit kouffen ader vorkouffen, do was anders
nicht wen eyn wechszil, wenne man rechente is alles vor guth, ut i q. iii <c.> totum quicquid homines44. Vnde do sich do die lute besaczten, vnde do dy fursten deme lande hulde getaten,
vnde daz volg zo wyt gestrouwit was, so daz die moncze vnde nummisma nicht komen mochte
allen enden, <vndd' das volk nicht allen endend'> mit en gefuren mochte alles, daz is hette, also vnechtee' knechte, die do eigen waren, vnde ackir, do man en vmme kouffen mochte, do gab daz
riche syne gunst dorczu, daz eyn furste yn sinem lande wol eyn moncze machen mochte;
vnde45 wo man daz begerte, do sante der koning sinen hantschuch, das man is irkante, daz
is des keisers willef' vnde gunst was, ut C. de nundinis l. qui46, <et> ss li. ii ar. xxvii pheninge et cetera47 ver. ouch sal der koning48.
Wenne denne dis von des riches gunst zcu der gemeinen nucz gesaczt wart, darumme ist
ouch die gunst ouch do gesaczt, daz, wo er selber nicht gesien mag, daz er en do eyne
moncze gebe; dorumme ist em billich dy moncze ledig, also er jn daz land komet, ut
ff. de regulis iuris <l.> cum principalis49. Vnde daz vint man ouch in der nuwen saczunge, dy sich beghinnet: Albrecht, von gotis
gnaden, ar. x50.
Czolleg' sien uffkomen vnde sien zcu dem gemeinen nucze gesaczt. Wen vormals, do dy lute mit
enandir orlowgeten, daz sich daz volg nicht zcu thun torste zcu der gemeinen nucze,
saczten /B 35r dy Romere, daz man boleten solde nemen; vnde von weme dy boleten wurden gegeben,
solde der nemer schadelosz den yn sinem geleite halden; vnde daz wart aber von des
richis gunst gegeben den fursten, das sie douon strassen ritere hilden, vnde daz volg
beschermen sulden, daz gastwise in ire gebiete queme, vnde so verre von dem riche
weren, daz sy daz rich zcu der selbien stunt nicht beschirmen muchte. Vnde wen denne
der keiser in dy lant komet, do czol ynne ist, do ist em der czol ledig, zcu uorhoren,
ab zcu rechte eyn czol von dem riche do hen gelegit sy, ader nicht, <ut> C. ut nova
vectigalia institu. non pos. l. non quidem51, <et> ss li. ii ar. xxvii wer bruckenczol52.
Jr sollit wissin: Welch man kein eynem herren koufte ader mitte czolle, moncze ader
gerichte, daz denne der keiser dornach nedirleite, alzo er do kegenwertig qweme, der
herre hat deme kouffere ader dem mitere keins zcu irgetczen, synt keiner dem andern
an deme dinghe besser recht geweren mag, wen alzo er selber dorane hatte, ut ff. de
regulis iuris l. nemo53.
[8 § 2] Nota. Hirumme mag er synen lip et cetera. Noch dem male daz denne der keiser ist eyn richter obir alle richtere,
so wil er nu bewisen vnde sagen von syner friheit, vnde spricht: Dy wile daz er daz
rikeh' vorstehit, alzo das richis wirdigi' ist, vnde vnuorteilt ist, ut ss l<i>. iii ar. xlviii lehn ane gerichte54 ver. alsoj' man den koning55, so mag er sinen lip nicht vorwircken, ane an drien sachen.
Dy56 erste, ab er den stul zcu Rome vorstoren welde. Do by ist zcu uornemen, ab er gotis huzere storen welde. Jr sollit wissin: Wer eyn
keiser ist, deme ist gesaczt von sines ammechtis wegin, daz er den stul zcu Rome beschermen
sal; vnde sal gotis huzere bessern, ut in autt. quomodo oportet episcopos et reliquos
clericos /B 35v ad ordinacionem produci § i57. Wenne er sal dy kirchen mit nichte ergern, sunder er sal sie bessern, ut in autt.
de non alienandis ecclesiasticis rebus § sancimus colla. ii58, et xcvi di. <c.> boni principis59. Nota. Vmme sotan sache wart keiser Theodosius der grosze zcu banne gethan von sente
Ambrosio, ut xcvi di. <c.> duo qwippe60.
Archadius61 der keiser wart gebannen von Jnnocencio, darumme daz er Crissostimum vortreib, der
is doch nicht tat; sunder er gab stat vnde uolbort darczu. Vnde wer denne eyn ding
uolbort, der ist alzo schuldig, ab er is selber tete, ut xxiii q. v <c.> qui vicijs nutriendis62.
Secundo63, ab er den vnglouben stercken welde. Das ist: Wer an dem glouben czwiuelt, der stercket den vnglouben. Darumme sal man
en alleine nicht bannen, sunder man sal en och abeseczen, vnde nicht alleine den keiser,
sunder ouch den babist. Vmme zotane sache wart keiser Friderich abegesaczt, ut extra
de re iudicata c. ad apostolice64 ver. nos itaque65. Den babist mag man ouch abeseczen vmme sotane sache, ut xl di. <c.> si papa66.
Die67 dritte sache ist, ab er sien elich wyb lest. Vmme sollichz wart Lotarius gebannen, der lies dy koningynne Thebergam vnde nam
Gwaldradam, ut ii q. ii <c.> scelus Lotarij68.
Nota. So sal man ober en richten; vnde <man> sal em daz houptk' abeslaen mit eyner gulden barten obir schildis rande; vnde dis sal thun der phalczgraue von dem Ryne, der dem lande
zcu eynem richtere obir den koning gesaczt ist. Vnde darumme slet man dem vorteilten
koninge sien houpt abe mit eyner barten, dorumme daz er daz swert beuolen hat allen
richtern, domete zcu richtene, vnde er denne deme gerichte nicht vorgestanden hat,
alz er zcu rechte solde. Also er denne der koniglichen wirdigkeit nicht wirdig ist,
also /B 36r ist er ouch nicht wirdig der erlichen pyn des swertis; wen man mag vntruwe wol mit
der pyn der betrubunge pynigen, ut xxiii q. v <c.> ad fidem nullus est cogendus69.
[8 § 3] Vnde er hat das swert beuolen allen den, die ritters namen haben, do mit zcu beschermen
wittewen vnde weisen, vnde alle gotis husere, ut xxiii q. v <c.> regum est officium70.
[8 § 4] Vnde dorczu hot er is beuolen allen richtern, do mete zcu richten obir alle dy, die vnrecht thun. Vnde darumme sollen alle richtere selber richten, ader der vronebote, ut xxiiii q. v <c.> de occidendis hominibus71.
a rubriziertes et cetera folgt B.b aus wollen korrigiert B.c davor ro unterpunktet B.d folgendes zo unterpunktet B.e rubriziertes wen man den koning k durchgestrichen am Rand, folgt rubriziertes juramentum regis et eciam cuiuslibet in officio constituti am Rand B.f so L fol. 20vb; fehlt B.g mit Einfügungszeichen rubriziert am Rand B.h mit Einfügungszeichen rubriziert am Rand B.i preratur B.j folgendes vnde disser richter, er sy werltlich ader geistlich, ut xxii q. ii in dolo iurat (= C. 22 q. 2 c. 1), e. q. v cavete (= C. 22 q. 5 c. 20), e. ti. iuramenti (= C. 22 q. 5 c. 12). Nota. Dorumbe spricht er hie: Vnde saczten dem koninge sotan recht. Vnde daz ist
geno unterpunktet und durchgestrichen B.k so L fol. 20vb; cavevete B.l heͤr- über unterpunktetem kor- B.m davor yo B.n rubriziertes Ritterschaft ist zcwierley am Rand B.o über (nicht getilgtem) geboren B.p so L fol. 21rb; wenne B.q davor rechtem unterpunktet B.r folgendes alle dy unterpunktet B.s ursprünglich stand frien, -n über- und unterpunktet B.t davor noch einmal vnde B.u davor nus unterpunktet B.v davor hir durchgestrichen B.w so L fol. 21vb; quoque B.x davor ut B.y iudicium B.z davor Lücke in der Zeile B.a' so L fol. 22ra; Cams B.b' überflüssiger Kürzungsstrich über dem -u- B.c' davor riche quam durchgestrichen B.d'–d' so L fol. 22ra; fehlt B.e' v- aus k- korrigiert B.f' folgendes was unterpunktet B.g' rubriziertes Czoll am Rand B.h' über (nicht getilgtem) gerichte B.i' folgendes -keit unterpunktet B.j' mag folgt B.k' davor ho unterpunktet B.
1–1Vgl. Ssp.-Landrecht III 60 § 2.
2–2Vgl. Ssp.-Landrecht III 57 § 1.
3Ssp.-Landrecht III 26 § 1.
4Ssp.-Landrecht III 33 § 1.
6Nov. 8 Iusiurandum.
7C. 22 q. 2 c. 1.
8C. 22 q. 5 c. 20.
9C. 22 q. 5 c. 12.
10Richtig: Ssp.-Landrecht III 52 § 1.
12Ssp.-Landrecht I 3 § 1.
13Ssp.-Landrecht I 3 § 2.
14Richtig: Ssp.-Landrecht III 54 § 1.
15Richtig: Ssp.-Landrecht III 54 § 3 letzter Satz.
16Richtig: Ssp.-Landrecht III 52 § 1.
17Nov. 1 pr.
19Inst. 1, 15, 3 zweiter Satz Mitte.
20Richtig: Ssp.-Landrecht III 54 § 1.
21Nov. 71, 1.
23Inst. 1, 2, 6.
24Cod. 1, 14, 4.
26Dig. 1, 3, 31.
27Cod. 1, 14, 4.
28Richtig: D. 63 c. 33.
29Dig. 1, 3, 31.
30Richtig: Ssp.-Landrecht III 60 § 2.
31Cod. 1, 17, 2.
32Richtig: Ssp.-Landrecht III 52 § 1.
33Richtig: Ssp.-Landrecht III 52 § 2.
35Nov. 8 Iusiurandum.
36Cod. 3, 3, 2 oder 3, 3, 3.
37Dig. 50, 17, 178.
38Cod. 1, 48, 2.
41Nov. 71.
43Vgl. Gen. 4, 17.
44C. 1 q. 3 c. 6.
46Cod. 4, 60, 1 l. un.
47Richtig: Ssp.-Landrecht II 26 § 1.
48Richtig: Ssp.-Landrecht II 26 § 4 zweiter Satz.
49Dig. 50, 17, 178.
50MGH Const. IV, 1 Nr. 33 § 10.
51Cod. 4, 62, 1.
52Ssp.-Landrecht II 27 § 1.
53Dig. 50, 17, 54.
54Richtig: Ssp.-Landrecht III 54 § 1.
55Richtig: Ssp.-Landrecht III 54 § 2.
57Richtig: Nov. 6 pr.
59D. 96 c. 16.
60D. 96 c. 10.
62C. 23 q. 5 c. 38.
64Richtig: VI 2, 14 c. 2.
65Richtig: VI 2, 14 c. 2 gegen Ende.
66D. 40 c. 6.
69C. 23 q. 5 c. 33.
71Richtig: C. 23 q. 5 c. 8.