Das Sächsische Weichbildrecht mit Glosse
‹‹Artikel 109››
Ar. CIX
<Summarium> Von vngerichtis geczuge.
<Textus>
[109 (108)] Allerhande geczeuhunge, die vmme vngerichte begriffen werden vor gerichte mit clage, daz dem manne an sinen gesund geth, das mus man geczugen /B 191r selbsobinde erbare<r> lutea.
Glosab
Disse articuli sien alle vor gerurt, vnde meint hirmit nichte mehir, wenne eyne recapitulacio. Vnde spricht zcum ersten [103 (102)] vnder banne, das ist vnder geheigetem dinge, do gibit er eynen schilling zcu fredebusze, daz ist zcu wissintschaft.
Jn den and(er)n artikiln allen setczit er anders nicht mehir, wenne von obirczeugunge. Vnde ist zo zcu uornemen, ab is vor gerichte nicht geschen were, [104 (103)] vnde czoge sichz denne eyner uff erbsessene lute mit kouffe adir mit gabe, er were is mit sinen geczeugen nehir zcu bewisene, wenne ghenner mit sines selbist hant douor zcu sweren, <ut> extra de testibus <c.> olim1.
[108 (107)] Jst abir dis vmme eyne hanthaftige tat, vnde brenget man en vor gerichte, der cleg(er) obirczuget en selbsobinde siner schreymanne.
a et cetera folgt B.b rubriziertes et cetera folgt B.
1X 2, 20 c. 34 (richtig: c. cum olim).