Artikel 68
Articulus LXVIII
<Summarium> Von clage vff geerbit gut. /
<Textus>
B 170v[68] Beclaget eyn man den andern vmme eyn gut in wichbilde, daz daz gut sien recht erbe
sy, vnde en angeerbit ist von sinem vatere vnde von synem eldervatere, vnde daz em
daz ghenner vorhalde, vnde mit vnrechter gewalt; vnde ghenner komet, vff den die clage
ghet, vnde spricht, daz daz gut sien recht czinsgut sy, vnde habe des gutis eyne rechte
gewere, vnde habe die gehabt iar vnde tag ane rechte wedersprache, er mus den geweren
stellen vnde benennen vnde brengen zcu tage zcu dem nehisten dinge, vnde behelt mit
den geweren sien czinsgut doran, ab er daz gewert hat, alz recht ist. Wirt em aber
broch an den geweren, zo behelt ghenner sine erbliche gewere an dem gute, alz recht
ist; wenne eyn iczlich man mag baz syne eigintliche gewere behalden <ana erbeigena>, denne eyn ander gegeben eigen, ader gesaczt eigen, ader gekouft eigen, ader zcu
czinsgute behalden moge.
Glosa
[68] Noch deme, das hie vor gesprochin ist, wie man nach todir hant schult vord(er)n
sal. Nu setczit er hie von eigens ansprache, vnde ist /B 171r zcu uornemen: Wer eyn gut yn geweren hat gehat iar vnde tagb, vnde syne rechte gewere dorane bewisen mag, der ist mit siner bewisunge nehir, die
gewere zcu behalden, wenne der der gewere darbit.
Jr sollet ouch wissin: Erbeigen mag ouch eyn man basc behalden, wen(ne) eyn ander gegeben ader gekouft eigen. Wenne was eynem angeerbit
ist, der hat dy gewere von dem toden, <ut> ff. de regulis iuris l. heredem1, <et> C. <unded> liberi l. avus2. Vnde der kouffir mag nicht mehr an eynem gute bereden, wenne das er sich domete
an sinen geweren czihe; darumme zo hat er is swerlicher zcu behalden, <ut> ss li.
i ar. lii ane erben3, <et> C. de empcione l. iii4, <et> C. ubi in rem accio exerceri l. in rem5.
a–a so L fol. 97ra; fehlt B.b folgendes der ist mit siner bewisunge nehir dy gewere unterpunktet B.c aus das korrigiert B.d so L fol. 97ra; ut B.